Stiftung Warentest: Einzeloptiker besser!

Die Augenoptikerketten versprechen hohe Qualität - doch wie kann es sein, dass ein und dieselbe Person von zwei besonders bekannten Ketten derart unterschiedliche Brillen erhält? Stiftung Warentest hat die Branche unter die Lupe genommen.
 
Die Ergebnisse: nur eine Augenoptikerkette schneidet gut ab, alle anderen weisen Mängel bei Kundenberatung und Brillenanpassung auf. „Leider werfen die großen Ketten auch ein schlechtes Licht auf eigenständige Unternehmen“, ärgert sich Jürgen Elixmann, Augenoptikermeister von Optik Viehoff. Dabei spricht das Gesamtergebnis der Studie eine andere Sprache:
 
"71 Prozent der Befragten, die in Einzelbetrieben eine Brille gekauft hatten, waren nachher sehr zufrieden - im Gegensatz zu nur 51 Prozent der Filialkunden".
 

So stellen viele Optiker der Ketten nicht einmal die Frage nach Beruf, Hobbies und eventuellen Krankheiten, obwohl gerade diese Details besonders relevant für den Brillenkauf sind. Auch bei der individuellen Anpassung der Brille zeigen sich große Schwächen: Oft sind Fassungen zu wenig auf die Kopfform der Tester abgestimmt und beeinträchtigen in einigen Fällen sogar die Sehqualität.
 
Stiftung Warentest empfiehlt daher, beim Kauf besonders auf Einsatz, Erfahrung und Fingerspitzengefühl des Augenoptikers zu achten - Komponenten, die für alle Mitarbeiter von Optik Viehoff selbstverständlich sind. Die Anzahl von Viehoffs Stammkunden spricht für sich.